Aktuelle Forschungsprojekte
Für die folgenden, laufenden Forschungsprojekte werden noch Teilnehmende gesucht! Wollen Sie bei einer Studie mitmachen? Nutzen Sie den Link zur Teilnahme in der Beschreibung oder schreiben Sie der angeführten E-Mail-Adresse!
ReCoVer
Reintegration Coping und Versorgung von Familien nach stationärer kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung.
RALF Study
Rainbow Austrian Longitudinal Family (RALF) Studie.
Im Rahmen dieses FWF-geförderten Forschungsprojektes suchen wir Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als LGBTQ+ identifiziert.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Dank unserer Studienteilnehmer*innen konnten folgende Forschungsprojekte erfolgreich abgeschlossen werden:
Eltern sein kann genauso schön wie herausfordernd sein. Wir interessieren uns dafür, wie Sie als Paar mit diesen Herausforderungen umgehen. Dazu erheben wir Ihre Erfahrungen in einer Online-Befragung - und falls Sie im Raum Wien sind, möchten wir außerdem natürliche Gespräche zwischen Partner*innen aufzeichnen und auswerten. Wir hoffen dadurch besser zu verstehen, wie Partnerschaften trotz familiärem Stress stabil und erfüllend bleiben können.
Wichtig: Dabei interessieren wir uns für jegliche Form von Paaren, die gemeinsam für ein Kind sorgen – also unabhängig von ihrer biologischen Verwandtschaft zum Kind, ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung.
Eine elektronische Tagebuchstudie zu sozialen Ängsten und Emotionsregulation
Im Jugendalter finden viele wichtige Veränderungen statt: auf körperlicher Ebene, aber auch in den Gedanken und Gefühlen. Auch die Beziehungen zu anderen Menschen, z.B. den Freunden, ändern sich in dieser aufregenden Zeit. Da Jugendliche dabei oft neuen und ungewohnten Situationen ausgesetzt sind, erleben manche in dieser Zeit ihres Lebens Ängste, die oft schwierig zu meistern sind. Viele Jugendliche haben z.B. große Ängste, von anderen kritisiert zu werden oder sich peinlich zu verhalten. Für manche Jugendliche kann es auch unangenehm sein, Komplimente zu bekommen.
Uns interessiert, mit welchen Gefühlen Jugendliche auf solche Bewertungen im Alltag reagieren und wie sie mit diesen Gefühlen umgehen. Zu diesem Zweck bekommen Jugendliche in dieser Studie Handys, auf denen sie zwei Wochen lang sechsmal täglich gebeten werden, einige Fragen zu ihrem Alltag bzw. zu solchen Bewertungen zu beantworten. Unser Ziel ist es, solche Ängste besser zu verstehen, damit betroffenen Jugendlichen besser geholfen werden kann.
m Krankenhaus zu sein, ist für Kinder und Jugendliche und deren Familien häufig eine emotional belastende Erfahrung. Studien konnten zeigen, dass Clownbesuche als Quelle von Freude und Zuwendung in dieser schwierigen Situation den erlebten Stress von jungen Patient*innen reduzieren und die Aufenthaltszeit in der Klinik verkürzen können.Bislang wurden diese positiven Ergebnisse vor allem bei operativen Eingriffen und Venipunktur untersucht. Vielversprechende Ergebnisse bei Erwachsenen in psychiatrischer Pflege deuten aber darauf hin, dass Clownbesuche auch in diesem Bereich hilfreich sind.
Wir untersuchen in Kooperation mit ROTE NASEN Clowndoctors Österreich, welche Auswirkungen Clownbesuche auf Stress und die Stimmung von Kindern und Jugendlichen in der stationären Psychiatrie haben. Es handelt sich hierbei um eine Pilotstudie (Präregistrierung siehe clinicaltrials.gov), an die weitere, größer angelegte Studien anknüpfen sollen.
Im Rahmen der Studie begleiten wir stattfindende Clownbesuche auf Kinder- und Jugendstationen in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen über einen Zeitraum von 4 Wochen. In einem wiederholten Prä-Post-Design werden jeweils vor und nach jedem Clownbesuch Stimmung und Stress per Fragebogen sowie zusätzlich Speichelcortisol mittels Salicaps® erhoben. Darüber hinaus befragen wir Pflegepersonal zu ihren Wahrnehmungen zu Auswirkungen der Clownbesuche auf die Atmosphäre im Team und auf der Station – denn Lachen ist nachweislich auch für Erwachsene gesund!
Geschwisterbeziehungen sind die längsten zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir im Laufe unseres Lebens erfahren. Liebevolle und einfühlsame Geschwisterbeziehungen können Kindern helfen, schwierige Lebenssituationen zu meistern. Auch gelegentliche Konflikte zwischen Geschwistern können positiv zur individuellen Entwicklung beitragen. Wenn Konflikte eskalieren und Geschwisterbeziehungen von negativen Interaktionen geprägt sind, können diese jedoch belastend für das gesamte Familiensystem sein.
Die vorliegende Studie soll die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen für die kindliche Entwicklung beleuchten. Im Rahmen einer elektronischen Tagebuchstudie (mittels einer Smartphone-App) soll der Zusammenhang zwischen Geschwisterbeziehungen sowie Geschwistermobbing und alltäglichen familiären Interaktionen (Eltern, Eltern-Kind, Geschwister), kindlichem Verhalten (z.B. Aufmerksamkeit, Impulsivität, Umgang mit Gleichaltrigen) sowie Wohlbefinden (emotional und körperlich) im natürlichen Umfeld der Personen untersucht werden.
Mutter werden ist eine besonders intensive, aufregende und intime Erfahrung. In dieser Zeit werden oft enorme Glücksgefühle erlebt, aber auch sehr sensible Zustände erreicht. Wir von der Universität Wien möchten nun untersuchen, was dazu führt, dass manche Mütter diese Zeit eher als Schwierigkeit erleben. Dafür setzten wir vorgeburtlich erhobene Persönlichkeitseigenschaften und Einstellungen in Zusammenhang mit dem Erleben und Befinden nach der Geburt.
Zielgruppe
- ab der 36. SSW
- 18 - 40 Jahre alt
Durch die hierdurch gewonnenen Erkenntnisse wird uns möglich sein, genauer zu bestimmen, was Müttern nach der Geburt ihres Kindes hilft und wie ihre Rolle in unserer Gesellschaft gestärkt und unterstützt werden kann.
Mobbing ist weit verbreitet und für viele Kinder und Jugendliche mit einem starken Leidensdruck verbunden. Unsere Studie verfolgt das Ziel, den Forschungsstand in Österreich zu verbessern, um Kinder und Jugendliche künftig besser vor Mobbing zu schützen. Hierfür möchten wir Mobbing-Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Bereichen ihres Lebens erfassen. Zudem möchten wir Zusammenhänge von Mobbing-Erfahrungen mit Wohlbefinden und Gesundheit sowie Familienleben und Schulleistungen untersuchen.
Zielgruppe:
- Kinder und Jugendliche zwischen 10-14 Jahren und ein Elternteil
- mit Wohnsitz in Österreich
Die Corona-Krise betrifft alle in Österreich lebenden Menschen und führt zu großen Veränderungen in unserem Zusammenleben. Kinder und Jugendliche können nicht mehr zur Schule gehen, Menschen müssen zuhause bleiben und verbringen weniger Zeit mit Freunden, dafür aber mehr mit der Familie. Es ist wichtig, zu erforschen, welche Auswirkungen diese besonderen Lebensumstände auf den Familienalltag haben und wie sich Familienmitglieder in dieser Zeit gegenseitig unterstützen können.
Zielgruppe:
- Jugendliche (14-18 Jahre)
- Eltern von 14- bis 18-jährigen Jugendlichen
Ein Kooperationsprojekt mit der Philipps-Universität Marburg, der Universität Wien und dem LBG Open Innovation in Science Center
Hintergrund des Projekts und Fragestellungen
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört mit einer Häufigkeit von ca. 5 % zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die Störung zeichnet sich durch erhöhte Unaufmerksamkeit, motorische Unruhe und Impulsivität aus. Die Symptome führen insbesondere ab der Einschulung zu Schwierigkeiten und verursachen oft einen großen Leidensdruck bei den betroffenen Kindern, Eltern und auch Lehrkräften.
Erfreulicherweise gibt es eine Vielzahl evidenzbasierter und wissenschaftlich gut evaluierter Interventionen für Lehrkräfte im Umgang mit Kindern mit ADHS. Dazu zählen auch leicht handhabbare Maßnahmen, wie zum Beispiel die Platzierung der Kinder im Klassenzimmer oder der Einsatz gezielter Regelsysteme. Im Schulalltag gelangen diese Interventionen jedoch nur selten in die Klassenzimmer. Hieraus ergeben sich folgende Fragestellungen:
1. Warum finden gerade die wirksamsten Ansätze bei ADHS im Kindes- und Jugendalter - die schulbasierten Interventionen - nicht den Weg in die alltägliche Praxis?
2. Was machen Lehrkräfte mit ADHS-typischen Symptomen im Klassenzimmer und woran scheitert die Umsetzung von effektiven Klassenraumintervention?
3. Wie entsteht die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Anwendung?
4. Ist das Wissen aus der Forschung so aufgearbeitet und verbreitet, dass Lehrkräfte und Eltern überhaupt ausreichend informiert sind?
Ziele und Umsetzung
Um diese Fragestellungen im deutschsprachigen Raum zu untersuchen, wurde das internationale Open Science-Projekt "ADHS im Klassenzimmer" gegründet. Es handelt sich um eine Forschungskooperation unserer Arbeitsgruppe mit der Philipps-Universität Marburg (Prof. Dr. Hanna Christiansen, Dr. Mira-Lynn Chavanon) und dem Open Innovation in Science Center (OIS) der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (Dr. Benjamin Missbach).
Zur Beantwortung der Fragestellungen ist die Einschätzung und Wahrnehmung von relevanten Zielgruppen erforderlich:
a) Lehrkräfte
b) betroffene Kinder und Jugendliche
c) Eltern von betroffenen Kindern und Jugendlichen
Um diese Zielgruppen aussagekräftig zu befragen, hat das Forscherteam in Marburg eine erste Bedarfsanalyse mittels Interviews mit den Zielgruppen durchgeführt. Daran anknüpfend haben Fokusgruppeninterviews in Wien stattgefunden. Aus diesen Erkenntnissen ist ein Online-Survey entstanden, der momentan in Zusammenarbeit mit der Marburger und Wiener Arbeitsgruppe sowie dem OIS großflächig in den drei Zielländern (Österreich, Deutschland und der Schweiz) zum Einsatz kommt.
Open Innovation in Science-Ansatz
Im Zentrum dieses Projekts steht die Befragung der betroffenen Personen mit dem Ziel, neue Forschungsfragen und Hypothesen zu generieren. Entsprechend dem Open Innovation in Science-Ansatz sollen diese Fragestellungen nicht nur aus dem wissenschaftlichen Diskurs entstehen, sondern insbesondere aus den praktischen Erfahrungen relevanter Zielgruppen (sog. "Crowdsourcing"). Der Forschungsprozess soll also nach außen hin geöffnet werden und ermöglicht es damit den Personen, die potenziell von der Forschung profitieren, Wissen und Ideen für relevante und insbesondere innovative Fragestellungen bereitzustellen.
Die Entwicklung des Schamgefühls hat seinen Ursprung in der Kindheit und Jugend, häufig spielt das Zusammenleben in der Familie eine wichtige Rolle. Ein ausgewogenes Maß an Schamgefühl hat für uns Menschen als Mitglieder von Gesellschaften seinen Sinn und Zweck. Sehr häufiges und starkes Schamempfinden kann allerdings negative Auswirkungen auf unser psychisches Wohlbefinden haben.
Zielgruppe:
- Jugendliche zwischen 14-18 Jahren
Die Corona-Krise betrifft alle in Österreich lebenden Menschen und führt zu großen Veränderungen in unserem Zusammenleben. Schulschließungen, Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice und Reduktion außerfamiliärer sozialer Kontakte wirken sich auf den Alltag in Partnerschaften und Familien aus. Es ist daher wichtig zu erforschen, wie die Corona-Krise sich auf das individuelle Wohlbefinden und die Partnerschaftsqualität von Paaren auswirkt und wie sich Partner*innen gegenseitig unterstützen können.
Zielgruppe:
- Personen ab 18 Jahren,
- die seit mehr als 1 Jahr in einer festen Partnerschaft sind und
- in Österreich leben.
Im Rahmen der COVID-19-Pandemie sind in Österreich und in vielen anderen Ländern einschneidende Maßnahmen getroffen worden: Schulschließungen, Arbeit im Home-Office und Ausgangs- sowie Versammlungsbeschränkungen. Diese Maßnahmen führen dazu, dass viele Familien viel mehr Zeit in den eigenen vier Wänden und teilweise auf engem Raum verbringen, was zu einer hohen Belastung der Eltern führen kann.
In dieser Studie sollen Eltern eine von zwei Denk-Strategien zum Umgang mit dieser Ausnahmesituation lernen. Beide Strategien sind gut untersuchte und häufig eingesetzte Verfahren aus der Verhaltenstherapie.
Zielgruppe:
- Personen ab 18 Jahren,
- Eltern, die mindestens ein Kind im Alter von 3-18 Jahren haben, das vor der Corona-Pandemie eine Kita oder Schule besuchte
- und die Möglichkeit haben, auf Online-Befragungen und Videos im Internet zuzugreifen.
Du bist Teil einer Regenbogenfamilie? Wir suchen Eltern und Kinder aus Regenbogenfamilien in Österreich, Deutschland und der Schweiz, die mit uns über ihr Familienleben und ihren Alltag sprechen wollen. Ziel ist es, Regenbogenfamilien besser in ihren unterschiedlichen Bedürfnissen unterstützen zu können. Die Studie ist eine Kooperation der SFU Wien und Berlin, der Universität Wien und FamOs, dem Verein für Regenbogenfamilien in Österreich.
Wenn du bereit bist/ihr bereit seid, mit uns jeweils ein Interview zu führen, bitten wir dich darum, uns als ersten Schritt diese kurze Online-Familienanmeldung (Link am Ende der Seite) mit euren Kontaktdaten auszufüllen. Besonders freuen wir uns, wenn wir mehrere Personen einer Familie interviewen können. Bitte frag deine Familienmitglieder erst um ihr Einverständnis, bevor du uns deren Kontaktdaten (Telefonnummer und E-Mail-Adresse) im Online-Formular mitteilst.
Sobald wir deine Familienanmeldung ausgewertet haben, melden wir uns bei euch mit Terminvorschlägen für die Interviews.
Die Studie selbst besteht aus zwei Teilen:
- einem Online-Fragebogen (ca. 15-20 Minuten für Eltern und ca. 10-15 Minuten für Kinder) und
- einem Online-Interview (ca. 1 Stunde).